Bildretusche

Professionelle Bildretusche

am Beispiel einer Gebäude-Innenansicht eines Bekleidungsherstellers

Foto: Thomas Kiehl

Das mit am häufigsten vorkommende Thema der digitalen Bildbearbeitung ist die Retusche. Der Begriff kommt aus dem französischen (retouche) und bedeutet “noch einmal berühren oder anfassen”. Während eine solche “Nachbesserung” – also Retusche – in der Druckvorlagenherstellung und analogen Bildbearbeitung noch mit Rasierklinge, Pinsel und Retuschestiften durchgeführt wird, arbeitet man in der digitalen Bildbearbeitung mit Programmen wie Photoshop. Der Funktionsumfang und die Möglichkeiten im digitalen Bereich sind fast unerschöpflich und werden ständig weiterentwickelt. Auch ich hatte früher noch das Retuschebesteck und ganz oft eine Rasierklinge in der Hand um Druckfilme zu retuschieren und auszuflecken. Seit inzwischen mehr als 25 Jahren bin ich Photoshop-Nutzer und habe inzwischen auch schon meine Kenntnisse, Fähigkeiten sowie viele Tipps und Tricks als Hochschuldozent, Ausbilder und Trainer für digitale Bildbearbeitung weitergegeben.

In diesem Beispiel bestand die Aufgabe darin, die digitale Fotografie eines Innengebäudes nachzubearbeiten. Besonderes Augenmerk wurde auf die störenden Lichtreflexionen im oberen Stockwerk links sowie das Entfernen des Handtuchs links oben gelegt. Anschließend sollte das Bild noch einen freundlichen und angenehmen, warmen Look bekommen.

Retusche ist ein wichtiges Werkzeug zur Bildoptimierung oder auch Bildrestauration. Alte oder beschädigte Fotos wiederherzustellen ist meist durch gut gemachte Retusche möglich. Insbesondere in der Werbefotografie oder im Fashion-Bereich ist die Retusche unverzichtbar. 

Noch ein Wort zum Bereich Fashion und Beauty: 

BEAUTY-RETUSCHE ist im eigentlichen Sinn KEINE Retusche. Viel mehr ist sie eine Form der Bildmanipulation. Dabei geht es nämlich nicht um das korrigieren von Bildfehlern sondern um die Manipulation eines Bildes im Sinne einer Veränderung des Originals nach einem gewissen “Schönheit”-Ideal. Im Zeitalter des Social Media werden inzwischen unzählige “Retusche-Apps” eingesetzt, die Fotos der Personen fast bis zu Unkenntlichkeit “verschlimmbessern” um diesem vermeintlichen Schönheit-Ideal zu entsprechen. Im Bereich der Mode, Werbung und der “Yellow Press” wird allerdings gezielt mit dieser Art der Retusche gearbeitet, das sie als verkaufsfördernd gilt.

TIPP: Wer wirklich schöne und “echte” Fotos von sich haben möchte, sollte sich an Profi-Fotografen wenden und die Fotos fachgerecht bearbeiten lassen.

Ganz anders dagegen die PORTRAIT-RETUSCHE, die darauf abzielt, die Personen in ihrer Natürlichkeit zu belassen und lediglich leichte Bearbeitungen vorsieht – Dazu gehört z.B. das entfernen temporärer “Makel” wie Pickel oder Kratzer und eine natürliche und annehme Farbgestaltung.

Ich führe seit vielen Jahren alle Arten der Fotografie, der Retusche, Bildbearbeitung und Bildmanipulation durch und stehe für Anfragen gern zur Verfügung.

Regelmäßig nachschauen!

Ich werde diesen Kreativ-Blog ständig mit Beispielen aus der Praxis erweitern.

Bist Du an einem bestimmten Thema interessiert? Lass es mich wissen und ich werde darüber schreiben.

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